Jüdische Gemeinde Osnabrück K.d.ö.R

Menu

10. Tevet 5779
18. Dezember 2018

Kita "König David"

Unsere Kindertagesstätte König David stellt sich vor: Miteinander voneinander lernen

 

Wir sind eine neue, eingruppige Kindertagesstätte in Osnabrück und heißen „Kita König David“. In der altersgemischten Gruppe (mit Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren) werden täglich bis zu achtzehn Kinder betreut und jeder ist herzlich willkommen! Das Zusammenleben ist von einer familiären, liebevollen und wertschätzenden Atmosphäre geprägt. Die Kinder können viele Möglichkeiten des gemeinsamen Spielens, Bastelns, Bauens und Tobens nutzen.

 

Trägerin der KiTa ist die katholische Domgemeinde Sankt Petrus Osnabrück. Sie steht dabei in enger Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Osnabrück. Ein respektvolles Miteinander entsteht im gemeinsamen Spielen und Lernen. In unserer Kindertagesstätte findet dieses für alle Kinder auf der Grundlage einer jüdischen Religionspädagogik statt. So lernen die Kinder die jüdische Religion spielerisch kennen. Neben den jüdischen Festen bildet die wöchentliche Schabbatfeier einen festen Ankerpunkt im Rhythmus des KiTa-Lebens. Die Nachbarschaft mit der katholischen KiTa St. Barbara bereichert das Leben in der KiTa König David. Durch die gemeinsame Nutzung des Bewegungsraumes und des weitläufigen Außengeländes lernen sich die Kinder beider KiTas kennen und stehen in einem alltäglichen Kontakt. Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden wertschätzend wahrgenommen. So wachsen Kinder unterschiedlicher religiöser Traditionen gemeinsam auf, werden in der eigenen Religion gefestigt und lernen den respektvollen Umgang miteinander von klein auf.

 

Unser Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag

Als unser wichtigstes Ziel betrachten wir die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Kindes in seiner Gesamtheit. Der Aufenthalt der Kinder soll familienergänzend sein und sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren. Die Kindertagesstätte soll dazu beitragen, dass Kinder

* Sozialkompetenz im Umgang mit anderen und in der Übernahme von Verantwortung entwickeln

* Sachkompetenz hinsichtlich des Gewinnens neuer Erfahrungen und der Erweiterung von Fähigkeiten, Kenntnissen und der Erweiterung von Konzentration und Ausdauer erwerben

* Selbstkompetenz im Hinblick auf die Entwicklung der Ich-Identität, im Verarbeiten von Erlebnissen und Gefühlen, im Entdecken neuer Verhaltensweisen aufbauen. Die Aufgabe unserer Tageseinrichtung ist es, das Umfeld des Kindes so zu gestalten, dass ein Prozess der selbstständigen Bildung angestoßen und gefördert wird. Unsere Einrichtung strebt danach, dass

* jedes Kind seine eigene Identität entwickelt

* die kindliche Neugierde und die Lust auf neue Dinge gefördert wird

* das lebenspraktische Kompetenzen und die damit verbundene Selbstständigkeit und das Vertrauen in sich selbst gestärkt wird

* sich jedes Kind seiner Kultur und seinem Glauben zugehörig fühlt

* die Sprachentwicklung gefördert wird und Kinder die Fähigkeit zuzuhören, zu berichten, zu reflektieren und seine Meinung auszudrücken entwickeln können

* die Konfliktfähigkeit gestärkt wird und Kinder lernen Konflikte zu bewältigen sowie die gemeinsame Regeln zu übernehmen *

die Motorik, das Koordinationsvermögen und die Körperwahrnehmung gestärkt wird

* jedes Kind seine Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen in kreativen Ausdrucksformen entwickelt Unsere Angebote

 

Wir arbeiten nach dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen und haben folgende Bildungsbereiche:

* Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

* Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen

* Körper – Bewegung – Gesundheit

* Sprache und Sprechen

* Lebenspraktische Kompetenzen

* Mathematisches Grundverständnis

* Ästhetische Bildung

* Natur und Lebenswelt

* Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz

 

Die jüdische Erziehung

In unserer Kindertagesstätte haben die Kinder die Möglichkeit, mit der jüdischen Geschichte und ihren Traditionen aufzuwachsen. Die Kinder sollen

* die jüdische Gemeinschaft erleben

* die Grundlagen der jüdischen Religion erfahren

* den Umgang mit religiösen Gegenständen lernen

* die Prinzipien von Kashrut verstehen und praktizieren sich am jüdischen Jahreskreis orientieren

* Einblick in die Werte und Inhalte der Torah bekommen

* lernen, Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen zu haben Die Kinder lernen die jüdischen Feste, deren Hintergründe sowie die damit verbundenen Gebete, Lieder und Geschichten kennen.

Des Weiteren gehören zu unseren Angeboten:

* Eingewöhnung Für Kinder und Eltern ist die Eingewöhnungsphase im Kindergarten ein wichtiger Schritt, den wir intensiv begleiten möchten. Unsere Einrichtung arbeitet in dieser Phase nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell und plant die Eingewöhnung in enger Zusammenarbeit mit den Eltern.

* Situationsorientierter Ansatz Der situationsorientierte Ansatz ist der Ausgangspunkt unserer Arbeit, da für uns die Selbstbildung des Kindes von zentraler Bedeutung ist. Wir bieten dafür dem Kind den nötigen Freiraum um eigene Lebenserfahrungen zu machen. Durch Beobachtungen und Gespräche finden wir heraus, was das jeweilige Kind für Interessen hat und welche Dinge gerade wichtig sind.

* Freispiel Das Freispiel ermöglicht dem Kind sich seine Spielpartner, den Spielort, die Spieldauer und die Spielmaterialien selbstständig auszuwählen. Es fördert die Kontaktaufnahme mit anderen, Regeln einzuhalten, Frustrationstoleranz und vieles mehr.

* Projektarbeit Ausgangspunkt für die Projektarbeit ist die Orientierung an der Lebenssituation, den Interessen, Wünschen, Bedürfnissen und der Umwelt der Kinder. Dieses bedeutet, dass das Projekt in den situationsorientierten Ansatz als pädagogische Basis integriert ist. Für die Projektarbeit ist ein ganzheitliches Vorgehen mit Förderung der sozialen, emotionalen, motorischen, kognitiven und kreativen Fähigkeiten von großer Bedeutung. Außerdem sind während des Jahres verschiedene Ausflüge geplant, die unseren Alltag ergänzen.

* Sprachförderung Die Sprachförderung ist spielerisch gestaltet, denn Kinder lernen und erproben alles was sie zum Leben brauchen spielerisch und Spiele führen dazu, dass die Kinder sich auf einer angstfreien Basis mitteilen können.

* Bewegungsangebote Wir wollen die Freude an der Bewegung wecken, die Entfaltung von Bewegungsabläufen fördern und die grundlegende Motorik ausbilden.

* Iwrit-Unterricht Durch Lieder, Gebete und Spiele werden die Kinder spielerisch an Iwrit als Fremdsprache herangeführt. Dadurch sollen die Kinder auch die Bedeutung der jeweiligen Lieder und Gebete verstehen und nachvollziehen können.

* Kreative Angebote Durch kreative Angebote entwickeln sich Fantasie, Sprache und Selbstvertrauen auf natürliche Art und Weise.

* Schulvorbereitung Wir bereiten die Kinder auf die Schule vor und begleiten den Übergang. Gemeinsam mit der benachbarten Kita St. Barbara können sich die Kinder in einer „Schulgruppe“ ausprobieren und weitere Kinder in ihrem Alter kennenlernen. Die Gruppe arbeitet zu verschiedenen Themen, experimentiert und unternimmt verschiedene Ausflüge.

* Musikpädagogische Angebote Eine Musikpädagogin und der Kantor aus der jüdischen Gemeinde kommen jeweils einmal wöchentlich in die Kita um mit den Kindern zu musizieren.